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Referenzen

An dieser Stelle möchten uns ehemalige Bewohnerinnen und Unterstützerinnen und Unterstützer ihre Referenz erweisen. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Namen der Bewohnerinnen anonymisieren.

Jährlich suchen 45.000 Frauen in Deutschland Schutz vor gewalttätigen Männern.
376 Zufluchtsstätten, Frauenhäuser genannt, gibt es in Deutschland. BORA ist eins von sechs Frauenhäusern in Berlin.

Hier erfahren Frauen mit Gewalterfahrungen und ihre Kinder persönliche und gesundheitliche Stabilisierung. Auch Gewaltprävention gehört zum Programm. Kompetenz und menschliche Wärme zeichnen BORA aus. Es besteht Offenheit für notwendige Veränderungen.

Der BORA-Vorstand freut sich, wenn sich noch mehr Menschen als bisher für BORA engagieren. Darüber hinaus sind Spenden sehr willkommen.



Eine ungewöhnliche Kür
Das Frauenhaus ist eher der Anfang
Eine Anlaufstelle und ein geschützer Ort für Frauen
BORA bedeutet Sicherheit und Schutz für mich

Eine ungewöhnliche Kür

"Es begann alles im Frühjahr 1998. Unsere Choreographin Diana Goolsbey machte sich Gedanken über Musiken bzw. Themen für unsere neue Kür. Ihre Wahl sollte auf ein Thema fallen, das von der breiten Öffentlichkeit gern verschwiegen wird: der Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Wir nahmen Kontakt mit dem Frauenhaus BORA auf und wurden mit soviel Herzlichkeit und Wärme empfangen, dass wir wussten, dass wir es mit ganz besonderen Menschen zu tun hatten. Mit Menschen, die sich mit ganzem Herzen für die Probleme und Bedürfnisse misshandelter Frauen und Kinder stark machen und einsetzen.

Die Mitarbeiterinnen erzählten uns in Gesprächen die Hintergründe, erläuterten die Rolle der Täter als auch der Opfer, gaben uns also die Informationen, die wir benötigten, um ein solches Thema realistisch und glaubwürdig in einer Eiskunstlaufkür verarbeiten zu können. Je mehr wir über die Hintergründe und das Leid der betroffenen Frauen erfuhren, desto intensiver konnten wir uns in die Rolle hineinversetzen. Natürlich sorgte unsere Kür, wie wir erwartet hatten, für einigen Wirbel in unserem Sport.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Frauenhaus BORA e.V. konnten und durften wir viel dazulernen. Uns wurden die Augen geöffnet, was wirkliche Probleme bedeuteten, wenn wir das Schicksal dieser Frauen und Kinder miterlebten.
So war aber auch zum Beispiel die Weihnachtsfeier im Kreise dieser Frauen und Kinder und der Mitarbeiterinnen eines der schönsten und berührendsten Erlebnisse, die wir je gemacht haben."

Peggy Schwarz und Mirko Müller, Deutsche Meister im Eiskunstlaufen 1999

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Das Frauenhaus ist eher ein Anfang

"Ich habe gedacht, Frauenhaus ist was ganz Fürchterliches, die allerletzte Chance für eine Frau. Frauenhaus ist das Ende, danach kommt gar nichts mehr, das dachte ich.
Und heute sehe ich das so, dass das eher der Anfang ist. Also hätte ich das Frauenhaus nicht gehabt, dann weiß ich nicht, was geworden wäre."

Auszug aus einem Interview mit einer Bewohnerin, die 1998 mit ihren zwei Kindern im Frauenhaus BORA lebte.

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Eine Anlaufstelle und ein geschützter Ort für Frauen

"Seit 1990 ist das Frauenhaus BORA eine Anlaufstelle und ein geschützter Ort für Frauen. Die Gründung dieser Einrichtung, die offen ist für Frauen und Kinder, die vor Gewalt flüchten müssen, habe ich persönlich mit erlebt. Mit Interesse verfolgte ich in den folgenden Jahren die Weiterentwicklung der Anfangskonzeption, die inzwischen mit Beratungsstelle und Zufluchtswohnungen ein umfassendes Angebot für Schutz suchende Frauen darstellt. Die Bedeutung von Frauenhäusern wird sich künftig trotz des verabschiedeten Gewaltschutz-Gesetzes noch erhöhen, da viele Frauen durch langjährige Gewalterfahrung traumatisiert sind und intensive Begleitung und Betreuung brauchen. Diese Unterstützung wird von den Mitarbeiterinnen des Frauenhauses BORA sehr qualifiziert gegeben."

Renate Braun, Frauenbeauftragte des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg

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BORA bedeutet Sicherheit und Schutz für mich

"Das Frauenhaus BORA bedeutet Sicherheit und Schutz für mich. Hier kann man in Ruhe seine Situation überdenken. Man ist nicht alleine, man sieht, es gibt viele andere Frauen in ähnlichen Situationen und alle müssen ihr Leben neu meistern. Das gibt Kraft und Mut. Man sieht, dass es die anderen auch schaffen."

Ältere Bewohnerin des Frauenhaus BORA im Jahr 2000

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